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K 7659 Tastaturanschluss
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K 7659 Tastaturanschluss

Abschriften aus FUNKAMATEUR:
  • FA-4/1990 S.172-173
  • FA-5/1990 S.222-224
ISSN: 0016-2833; ThULB Jena: 4 Z 479D (Magazin)

K 7659-Tastaturanschluss für den PC/M

Dr.-Ing. A. MUGLER - Y27NN, Dipl.-Ing. H. MATHES


1 Überblick
2 Schaltung der Tastaturansteuerung
3 Aufbau und Inbetriebnahme
4 Tabellen und Listings

Literatur

[1] "Bedienungsanleitung für Tastatur K 7659"
VEB Kombinat Robotron, 1985
[alt1]

1 Überblick

Die Tastaturschnittstelle des PC/M Computers gestattet den Anschluss unterschiedlicher Tastaturtypen. Es sind lediglich ein 7 Bit Datenwort mit dem Kode der gedrückten Taste im ASCII Format und eine Information über den Status der Tastatur erforderlich. Dieser Status zeigt durch einen H-Pegel an, dass eine Taste betätigt wird. Neben vielen anderen Möglichkeiten der Realisierung eines Tastaturinterfaces soll eine relativ universelle Schaltung vorgestellt werden, die ohne Mikrorechner auskommt und sich durch Austausch eines EPROMs leicht an die individuellen Bedürfnisse anpassen lässt.

2 Schaltung der Tastaturansteuerung

k7659-bild-1.jpg
Bild 1: Matrix der K 7659 Tastatur und deren Belegung
k7659-bild-2.jpg
Bild 2: Stromlaufplan der Tastaturansteuerung
Die Schaltung der Ansteuerung für K 7659 Tastaturen (Bild 2) arbeitet auf Grundlage der Erkennung einer gedrückten Taste der Tastaturmatrix (Bild 1) [1].

Über die zugehörigen Treiber (VT1 bis VT8, D12, D16) werden je nach gedrückter Taste die Adressen für den Zeichengenerator EPROM (D8) erzeugt, der dann entsprechend seiner Programmierung den Tastenkode an den Datenausgängen bereitstellt. Die EPROM Ausgänge D0 bis D6 werden unmittelbar mit dem Tastatursteckverbinder der zentralen Platine verbunden (X1 auf der zentralen Platine). Mittels D2, D3, D5, D6 und D14 erzeugen bei einer gedrückten Taste über VT12 und D10 das Statussignal TAST, das ebenfalls an den Steckverbinder geführt ist. R1 dient dabei der einstellung einer sicheren Triggerung des Eingangssignals an D10.

Die IS D15 dekodiert unmittelbar aus der Matrix die Tasten NMI und RESET, die über VT9 und VT10 mit offenem Kollektor ebenfalls am Steckverbinder X2 der Tastatursteuerung liegen. Ist keine der Funktionstasten (SHIFT oder CONTROL usw.) gedrückt, wird der im EPROM der Adressbereich 0x000 bis 0x0FF ausgewählt.

Das Betätigen der Taste SHIFT wird unmittelbar in der Matrix erkannt und zum Einstellen der Adressen des Zecihengenerators verwendet. Als Adressbereich kommt dann 0x100 bis 0x1ff des EPROMs zur Anwendung. Zusätzlich ist die Funktion des "Feststellers" (CAPS) der SHIFT Taste mit der Schaltung aus D7, D9, D11 und D13 realisiert. Eine Anzeige der gedrückten SHIFT Taste ist mit VD1 vorgesehen. VD2 bis VD5 der K 7659 Tastatur stehen einer beliebigen Verwendung zur Verfügung (z.B. Anzeige der Funktionen der LED0 bis LED6 der zentralen Platine).

Die CONTROL Steuerzeichen sind über die zugehörige, gleichfalls hardwareseitig festgelegte Taste erzeugbar. Im EPROM wird dazu der Bereich 0x200 bis 0x2ff ausgewählt.

Tabelle 1 zeigt den Inhalt des Zeichengenerator EPROM. In der Spalte "Adresse" wird für X eingesetzt:
  • X = 0 : normaler Tastenkode (ohne SHIFT oder CONTROL)
  • X = 1 : bei gedrückter SHIFT Taste
  • X = 2 : bei gedrückter CONTROL Taste

3 Aufbau und Inbetriebnahme

Die Leiterplatte der Tastaturansteuerung für K 7659 ist auf zweiseitigem Basismaterial zu realisieren. Die Inbetriebnahme der Tastatursteuerung ist erst nach kompletter Bestückung möglich. Es ist zu empfehlen, den Zeichengenerator dabei auf einer EPROM Fassung steckbar anzuordnen, um bei Bedarf die Belegung der Tastatur ändern zu können. Zuerst sollte die Funktion der SHIFT und CONTROL Taste durch Messen der Pagel mit einem Vielfachmesser überprüft werden. Danach testet man alle weiteren Tasten auf Funktionsfähigkeit und überprüft gegebenfalls die zugehörigen Spalten- und Zeilendekoder bzw. -treiber. Zuletzt ist der EPROM einzusetzen, und die Tastatur wird an den PC/M angeschlossen.

Weitere Informationen können über die im FUNKAMATEUR Heft FA-11/1988 angegebenen Quellen auf gleiche Art und Weise bereitgestellt werden.

2 Schaltung der Tastaturansteuerung

k7659-bild-3-4.jpg
Bild 3/4: Layout der Leiter- und Bestückungsseite der Ansteuerplatine
k7659-bild-5.jpg
Bild 5: Bestückungsplan der Ansteuerplatine

4 Tabellen und Listings


Tabelle 1: Tastenkodebelegung im EPROM nach vorliegendem Listing
Taste
K7659
Adresse normal
SHIFT
CONTROL
(Hexadezimlakode und ASCII Zeichen)
A00 0xX77 0x13 ^S 0x13 ^S 0x13 ^S
A01 0xX73 0x04 ^D 0x04 ^D 0x04 ^D
A05 0xX75 0x20 SPACE 0x20 SPACE 0x60 `
A10 0xX74 0x01 ^A 0x01 ^A 0x01 ^A
A11 0xX78 0x06 ^F 0x06 ^F 0x06 ^F
B00 0xX68 0x09 HT 0x09 HT 0x09 HT
B01 0xX14 0x79 y 0x59 Y 0x19 ^Y
B02 0xX18 0x78 x 0x58 X 0x18 ^X
B03 0xX24 0x63 c 0x43 C 0x03 ^C
B04 0xX28 0x76 v 0x56 V 0x16 ^V
B05 0xX34 0x62 b 0x42 B 0x02 ^B
B06 0xX38 0x6E n 0x4E N 0x0E ^N
B07 0xX44 0x6D m 0x4D M 0x0D ^M
B08 0xX48 0x2C , 0x3B ; 0x2C ,
B09 0xX54 0x2E . 0x3A : 0x2E .
B10 0xX58 0x2D - 0x5F _ 0x2D -
B11 SHIFT
B95 CONTROL
C00 CAPS
C01 0xX13 0x61 a 0x41 A 0x01 ^A
C02 0xX17 0x73 s 0x53 S 0x13 ^S
C03 0xX23 0x64 d 0x44 D 0x04 ^D
C04 0xX27 0x66 f 0x46 F 0x06 ^F
C05 0xX33 0x67 g 0x47 G 0x07 ^G
C06 0xX37 0x68 h 0x48 H 0x08 ^H
C07 0xX43 0x6A j 0x4A J 0x0A ^J
C08 0xX47 0x6B k 0x4B K 0x0B ^K
C09 0xX53 0x6C l 0x4C L 0x0C ^L
C10 0xX57 0x7C | 0x5C \ 0x1C ^\
C11 0xX63 0x7B { 0x5B [ 0x1B ^[
C12 0xX66 0x23 # 0x27 ' 0x1F ^_
C/B13 0xX72 0x0D ^M 0x0D ^M 0x0D ^M
C53 0xXA6 0x08 ^H 0x08 ^H 0x08 ^H
D00 0xX76 0x1B ESC 0x1B ESC 0x1F ^_
D01 0xX12 0x71 q 0x51 Q 0x11 ^Q
D02 0xX16 0x77 w 0x57 W 0x17 ^W
D03 0xX22 0x65 e 0x45 E 0x05 ^E
D04 0xX26 0x72 r 0x52 R 0x12 ^R
D05 0xX32 0x74 t 0x54 T 0x14 ^T
D06 0xX36 0x7A z 0x5A Z 0x1A ^Z
D07 0xX42 0x75 u 0x55 U 0x15 ^U
D08 0xX46 0x69 i 0x49 I 0x09 ^I
D09 0xX52 0x6F o 0x4F O 0x0F ^O
D10 0xX56 0x70 p 0x50 P 0x10 ^P
D11 0xX62 0x7D } 0x5D ] 0x1D ^]
D12 0xX65 0x2B + 0x2A * 0x2B +
D13 0xX82 0x0C ^L 0x0C ^L 0x0C ^L
D53 0xXA5 0x15 ^U 0x15 ^U 0x15 ^U
D/C95 NMI
E00 0xX67 0x5E ^ 0x7E ~ 0x1E ^^
E01 0xX11 0x31 1 0x21 ! 0x31 1
E02 0xX15 0x32 2 0x22 " 0x32 2
E03 0xX21 0x33 3 0x40 @ 0x33 3
E04 0xX25 0x34 4 0x24 $ 0x34 4
E05 0xX31 0x35 5 0x25 % 0x35 5
E06 0xX35 0x36 6 0x26 & 0x36 6
E07 0xX41 0x37 7 0x27 / 0x37 7
E08 0xX45 0x38 8 0x28 ( 0x38 8
E09 0xX51 0x39 9 0x29 ) 0x39 9
E10 0xX55 0x30 0 0x3D = 0x30 0
E11 0xX61 0x7E ~ 0x3F ? 0x1E ^^
E12 0xX64 0x3C < 0x3C < 0x3C <
E13 0xX71 0x3E > 0x3E > 0x3E >
E14 0xX83 0x7F DEL 0x1E ^^ 0x1F ^_
E53 0xXA4 0x0A ^J 0x0A ^J 0x0A ^J
E95 0xXA5 (nicht belegt --> 0xFF)
F01 0xX84 0x05 ^E 0x05 ^E 0x05 ^E
F02 0xX85 0x18 ^X 0x18 ^X 0x18 ^X
F03 0xX86 0x13 ^S 0x13 ^S 0x13 ^S
F04 0xX87 0x04 ^D 0x04 ^D 0x04 ^D
F05 0xXA1 0x12 ^R 0x12 ^R 0x12 ^R
F06 0xX88 0x03 ^C 0x03 ^C 0x03 ^C
F07 0xX91 0x1A ^Z 0x1A ^Z 0x1A ^Z
F08 0xX92 0x17 ^W 0x17 ^W 0x17 ^W
F09 0xX93 0x07 ^G 0x07 ^G 0x07 ^G
F10 0xX94 0x14 ^T 0x14 ^T 0x14 ^T
F11 0xX95 0x19 ^Y 0x19 ^Y 0x19 ^Y
F12 0xX96 0x02 ^B 0x02 ^B 0x02 ^B
F13 0xX97 0x0B ^K 0x0B ^K 0x0B ^K
F14 0xX98 0x11 ^Q 0x11 ^Q 0x11 ^Q
F53 0xXA3 0x1A ^Z 0x1A ^Z 0x1A ^Z
F95 RESET
k7659-listing-1.jpg k7659-listing-2.jpg
Listing 1: Inhalt des Zeichengenerator EPROM (Teil 1) Listing 2: Inhalt des Zeichengenerator EPROM (Teil 2)

K7659N.BIN

Inhalt des Zeichengenerator EPROM (die Originaldatei)
bin, 2K, 11/24/05, 569 downloads

hochauflösende Abbildungen

PCM_ABB_BA_K7659.zip

alle Bilder
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Scans vom Original in niedriger Qualität

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Teil K7659: FA-4/1990 S.172-173, FA-5/1990 S.222-224
pdf, 400,8K, 11/20/05, 395 downloads

Scans vom Original in hoher Qualität

PCM_K7659_FA041990_1_HQ.pdf

Teil K7659 I: FA-4/1990 S.172-173
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PCM_K7659_FA041990_2_HQ.pdf

Teil K7659 II: FA-5/1990 S.222-223
pdf, 2,7M, 11/20/05, 357 downloads

PCM_K7659_FA041990_3_HQ.pdf

Teil K7659 III: FA-5/1990 S.224
pdf, 1,3M, 11/20/05, 357 downloads


Autor:Stephan Linz
Revision:2011/01/04 - 17:45 - © Li-Pro.Net

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